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Maximo Park - A Certain Trigger
Ups, wie konnte die an mir vorbeigehen? Wahnsinnsplatte
im Old-New-Wave-Stil der Achziger Jahre. Eine Up-Tempo Perle reiht sich an die naechste. Ich hoer schon das Stoehnen “Noch so ‘ne gehypte britische Band”, aber die hebt sich ab vom Einheitsbrei durch die
unverwechselbare Stimme, den Slang und vor allem der Songstruktur - eben nicht nur Strophe-Refrain-Strophe etc., sonder mit Bridge, Brake und allem was dazugehoert. Sehr eigenstaendig. Sollte man haben.
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Arab Strap - The Last Romance
Noch ‘ne Scheibe aus ‘05. Arab Strap fand ich frueher
zu eintoenig und wenn ich etwas hoeren wollte das mich suizidal motiviert, habe ich z. B. die Tindersticks vorgezogen. Nun fangen diese Briten aber an zu rocken und grooven. Die Stimme ist zwar meist
immer noch eintoenig, aber die Band geht ordentlich ab. Um keine Missverstaendnisse aufkommen zu lassen: Dies ist keine Rock-Platte, eher koennten Freunde Nick Caves Gefallen daran finden. Ueberraschend
gut.
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The Strokes - First Impressions Of Earth
The Strokes goes Pop! Keine dahingerotzten Nummern
mehr, sondern durchgehend strukturierte Popsongs. Obwohl sie den renomierten Produzenten David Kahne, der schon McCartney und Cher unterstuetzte, engagierten, hoert sich der Sound doch noch nach den
alten Strokes an. Dennoch tritt mit dieser LP ein Wandel ein. Gitarrist Casablancas meinte sogar, sie haetten beabsichtigt, nach ”OK Computer” zu klingen. Dies ist zwar nicht ganz gelungen, aber
hoerenswert ist dieses Werk trotzdem.
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Nada Surf - The Weight Is A Gift
Der kleine Indie-Hit “Popular” ist nun auch schon 10
Jahre alt, ebenso wie das Debut-Album “high/low”. Damals noch sehr schwermuetig, haben sich die drei Amis mittlerweile der leichteren, aber nicht seichteren Lebensart verschrieben. Harmonien, Hymnen,
Gitarren-Pop ist das Stichwort, jetzt, ma sogn. Dieses Album erschliesst sich erst nach dem mindestens fuenften Hoeren. Aber dann kommt’s gewaltig.
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Neil Diamond - 12 Songs
Was fuer ein Wurf von Rick Rubin. Ein grosser - sowohl
Mr. Rubin als auch der Wurf. Nachdem er die letzten 4 Alben fuer Johnny Cash produziert hat, ist er den gleichen Weg mit Neil Diamond, dem Schmusesaenger vergangener Tage, gegangen und hat diese markante
Stimme sozusagen “unplugged” in Szene gesetzt. Ein Mann und seine Songs, nur von Gitarren und Piano begleitet und keine einzige Schnulze.
12 Songs auf Weltniveau. Fuer diese Platte schwaermt sogar Neil Young, der bestimmt auch noch von Rubin verhaftet wird.
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The Flaming Lips - At War With The Mystics
Genialer, voellig ueberdrehter Power-Pop. Melodien zum
Dahinschmelzen. Pompoes aber nicht kitschig. Schon das zwoelfte Album der mittlerweile leicht angegrauten Herren aus den Staaten. Wer schon die letzten beiden Platten mochte, wird von dieser nicht
enttaeuscht. Im Song “Pompeji am Gotterdammerung” verneigen sie sich vor Pink Floyd und spielen das Deutschlandlied an - seltsam, aber furios geloest. Auch Stuecke die ans Herz gehen sind dabei. Also:
Kaufen!
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Mogwai - Mr. Beast
Bei kaum einer Rock-Band der Welt (naja, vielleicht
noch Godspeed...) wird Dynamik so gross geschrieben wie bei den 5 Schotten aus Glasgow. Traurige Ephen zwischen (sehr) Laut und (sehr) Leise. Auf dieser Scheibe stehen die Gitarren so im Vordergrund wie
selten zuvor. Der Titel eines frueheren Albums “Rock Action” haette hier wie die Faust aufs Auge gepasst. Nun ist es eben eine Bestie von Platte die dich auffrisst. Wohl bekomms? Auf Jeden!
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Graham Coxon - Love Travels At Illegal Speeds
In Hannover geboren, Ex-Blur-Gitarrist,
Hornbrillentraeger und Alkoholiker ist der Herr Coxon und ausserdem ein ueberaus talentierter Songschreiber. Anfangs kloppt er einen Garagen-Punk-Rock-Song nach dem anderen raus, gegen Ende wirds dann
ruhiger. Da klingt er in einem Lied schonmal so wie Van Morrisson in den Sechzigern. Auch seine Beatles hat er studiert und immer wieder wird man an die fruehen Blur erinnert. Klasse Album! Und weitere
werden bestimmt folgen.
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