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Elliott Smith - From A Basement On The Hill
Lassen wir mal ausser Acht, dass dieses Werk posthum
veroeffentlicht wurde, denn die meisten Stuecke waren fertiggestellt, als sich der depressive Junkie letztes Jahr, mit einem Messer durch mehrere (!) Stichwunden, das Leben nahm. Es ist ein grossartiges
Album, das einem die ein oder andere Gaensehaut verschafft. Stellenweise etwas opulenter arrangiert perlen die beatlesken Melodien aus den Beschallungsgeraeten, dass es eine Pracht ist. Begeisterung und
Trauer geben sich beim Hoeren allerdings die Hand. “A fond farewell”...
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31 Knots - It Was High Time To Escape
Diese drei Anfang-Zwanzig-Jaehrigen aus Portland haben
schillernde Gross- vaeter: King Crimson, Yes, die fruehen Genesis. Das bedeutet Neudeutsch “Prog- oder Postrock”. Was das heisst? Die beherrschen ihre Instrumente, es gibt keine Schunkel-Mitsumm-Nummern
und es wird gegniedelt was das Zeug haelt. Aber allerliebst! Wer “The Mars Volta” mag, sollte sich die Knoten mal anhoeren. Leider ist die Platte schon fast 2 Jahre alt und nix Neues in Sicht.
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Tocotronic - Pure Vernunft darf niemals siegen
Auf ihrem 7. Album sind die hamburger Jungs nun zu
viert. Wer jetzt Bombast erwartet irrt. Keine Experimente mehr wie auf den Vorgaengeralben, einfach gestrickter Gitarrenpop mit kryptisch anmutenden Texten. Wer sich aber auf die Lyrik einlaesst,
entdeckt ihre Schoenheit. Die Musik klingt nach mehrerem Hoeren zwar etwas weichgespuelt, aber noch nicht nach “Blumfeld”. Zum Glueck!
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BRIGHT EYES - Digital Ash In A Digital Urn
BRIGHT EYES - I’m Wide Awake, It’s Morning
Keine Doppel-LP, nein, es mussten zwei einzelne sein,
die der Kopf der Band, Conor Oberst (24), rausbringt. Zwei excellente Alben mit insgesamt 22 Titeln. Ich mag gar keine favorisieren, denn die Qualitaet ist ausgeglichen. Country-Folk-Pop wird kredenzt,
selten gerockt. Auch kein Schnickschnack oder digitale Spielereien - dankenswert. Am besten gefaellt mir der Gesang aber immer noch, wenn Herr Oberst nicht so arg jammert und das Tremolo nicht
uebertreibt. Daran sollte er noch arbeiten. Ansonsten: Ein Meisterwerk im Schaffen des jungen Amerikaners, der Live schonmal dadurch auffaellt, dass er ein rosa (oder war es lila?) Schleifchen im Haar
traegt.
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BLOC PARTY - Silent Alarm
Positiv aufgefallen als Vorgruppe von Interpol.
Gehandelt als “Next Big Thing” nach Franz Ferdinand. Und tatsaechlich: irgendwo dazwischen bewegen sich Bloc Party - 80er-Wave-Gitarrenriffs die in’s Ohr gehen. Mindestens 5 Single- Auskopplungen
befinden sich auf der CD. Aber ich behaupte: Diese vier anfangzwanzigjaehrigen sind steigerungsfaehig, denn das eine oder andere Lied kommt mir noch unausgegoren vor. Dennoch: Gute Scheibe!
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THE GREATER GOOD - The Greater Good
Chef der Band Craig Ross ist sonst Produzent von, z. B.
Lisa Germano (singt auch bei 3 Titeln mit) und Shawn Colvin. Das erklaert auch, dass zwischen diesem und dem ersten Album mehr als 8 Jahre liegen. LowFi-Indie-Folk-Pop! Sach ich ma. Stimme wie Lennon,
Young oder Lytle (Grandaddy). Die Instrumentierung ist sogar hinundwieder country-maessig, dann wieder rockig. Empfehlung an alle, die’s harmonisch moegen.
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ANDREW BIRD - The Mysterious Production Of Eggs
Also, wer auf Vergleiche steht: Rufus Wainwright,
Elliott Smith, Jack Johnson, Jeff Buckley - “Reicht das Tina?”. Nicht so ueppig wie Rufus, nicht so zerbrechlich und depressiv wie Elliott, nicht so sparsam wie Jack und nicht so tot wie Jeff. Zu
erwaehnen ist ausserdem noch, dass der Herr hervorragend Geige spielt und diese auch einzusetzen weiss. Wunderbare Platte.
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