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Peeping Tom - ohne Titel
Ja, er singt! Ein wunderbarer Moment, Mike Patton
(Ex-Faith No More) wieder singen zu hoeren. Sicher, ab und zu wird auch wieder gebruellt und unverstaendliches Zeug geblubbert, aber bei keinem seiner gefuehlten 365 Projekte war er frueheren Zeiten
naeher. Mit vielen Gaesten von Amon Tobin ueber Massive Attack und Rahzel bis zu Norah Jones (!). Schade nur, dass er keinen humanoiden Drummer dabeihatte. Sonst top!
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Red Hot Chili Peppers - Stadium Arcadium
28 neue Pop-Perlen aus dem schier unerschoepflichen
Fuellhorn der Kalifornier. Zwar ueberhaupt nicht zu vergleichen mit den aggressiven und ueberdrehten Fruehwerken, aber diese liebreizenden Harmonien sind so entzueckend, dass es einem die Netzhaut
flutet. Dezent von Rick Rubin produziert, so dass ein gewisser Live-Charakter entsteht. Und auf der zweiten Scheibe sind einige Stuecke, die nur noch durch Kiedis’ Stimme die Peppers erkennen lassen. Pop
at it’s Best! Jaa, Pop!
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Sonic Youth - Rather Ripped
Ein weises Alterswerk haben diese alten Saecke um die
50 mit dieser neuen CD geschaffen. Herrliche Indie-Melodien und fette Feedbacks inclusive. Jeder darf mal an’s Mikro und auf die Disharmonien der letzten Veroeffentlichungen haben sie, wie ich finde,
dankenswerterweise verzichtet. Stellt sich jetzt mir nur noch die Frage: Wann kommen die Herrschaften mal wieder auf Tournee???
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Thom Yorke - The Eraser
Ist dies das Ende von Radiohead? Der Chef meint, Nein.
Aber schlechter als seine Stammband ist seine Solo-Platte auch nicht. Vielleicht ein wenig zu viel Elektrogegnidel, aber genauso experimentierfreudig. Man könnte einwerfen, er hat sich nicht getraut, was
Neues zu machen. Bleibt zu hoffen, dass er sich dies fuer die naechste Veroeffentlichung der “besten Band der Welt” aufgehoben hat.
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Johnny Cash - A Hundred Highways
Raus mit den Taschentuechern! Dieses posthum
veroeffentlichte Werk, direkt im Anschluss an “The Man Comes Around” aufgenommen, ist ruehrend. Manchmal intoniert Herr Cash wieder so inbruenstig, dass es einen traurig macht, nichts Neues mehr von ihm
zu hoeren. An anderen Stellen denkt man aber leider, warum tat der Mann sich das noch an? Dennoch eine insgesamt schoene Platte mit einem herausragenden und tief gehenden “If You Could Read My Mind” von
Gordon Lightfoot aus dem Jahr 1969.
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Lou Rhodes - Beloved One
Jaaa, die samtweiche Stimme des mittlerweile
aufgeloesten Duos “Lamb” ist zurueck und schenkt uns ein rein akustisches Album, ganz im Gegensatz zu den frueheren Breakbeat-Sounds. So wie sie ihr Leben entschlackt hat - vom Mann getrennt, mit Kind
aufs Land inne Kommune gezogen - so hat sie ihre Songs aufs Wesentliche reduziert. HERZERWEICHEND!
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T Bone Burnett - The True False Identity
Irgendwo zwischen Becks Blues-Scheiben, Calexicos
Americana-Sound und hypnotischen Country-Folk bewegt sich der 58-jaehrige Texaner, der zwar schon so viele andere Musikanten produziert hat (z.B. Counting Crows), mit Dylan auf Tour war, mit Costello
eine LP veroeffentlichte, aber selbst zuletzt vor 14 Jahren eine Platte herausgebrachte. Hut ab, T Bone, eine saftige Platte!
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De Rosa - Mend
Benannt haben sich die Herren nach dem Fahrrad von Eddy
Merckx (5-facher Tour-Gewinner). Wo sie herkommen, kann man beim Hoeren des Sounds leicht erraten: Glasgow/Schottland. Traegheit ala Mogwei, beatlesker Brit-Pop ala Travis oder sogar fruehe Radiohead und
hin und wieder eine wave-iger Gitarrenanschlag. Diese Platte wird nie langweilig. Herrlich!
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