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Coldplay - X & Y
Bewaehrtes von den vier Englaendern. Keine Fortschritte
zwar, doch nach anfaenglicher Langeweile stellt sich nach mehrmaligem Anspielen der ein und andere Hoergenuss ein. Es wird sich verbeugt vor U 2, Simple Minds, Pink Floyd und Genesis. Im Ernst! Das ist
gar nicht mal sooo schlecht. Ich denke, die naechste Platte wird wieder besser.
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Foo Fighters - In Your Honor
Unter anderem mit Norah Jones und Josh Homme als
Gaesten, wird diese Doppel-CD in eine harte und eine zarte Seite aufgeteilt. Die harten Stuecke sind eher austauschbar, aber die soften haben’s in sich. Tolle Balladen in diversen Stilen: z. B. mal an
Nirvana-Unplugged erinnernt, mal an Bar-Jazz. Herr Grohl laesst sogar mal seinen Mitstreiter Tayler Hawkins singen. Macht Laune!
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Turin Brakes - JackInABox
Diiiiiiie Platte fuer diesen Sommer! Herrliche
Harmonien, zweistimmiger Gesang und viel froehlicher als auf den ersten zwei Veroeffentlichungen. Die beiden Londoner rocken sogar mal zwischendurch. Einziges Manko: die CD ist etwas zu glatt produziert
- fuer meinen Geschmack. Die Zukunft des Folk?
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Oasis - Don’t Believe The Truth
Wer sich die “Top 50” angesehen hat, weiss, dass ich
Blur-Fan bin. Ich habe bis zu dieser noch nie eine Oasis-CD besessen (wurde mir geschenkt). Ueber- raschenderweise finden sich richtig gute Songs darauf - immer dann, wenn die Proll-Brueder Gallagher
sanftere Toene anschlagen und nicht wie ueblich Krach machen. Sollte man mal reinhoeren...
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U 2 - How To Dismantle An Atomic Bomb
Noch ein Pop-Gigant. Die beste Platte der Iren seit
“Achtung Baby”. Bono kann immer noch richtig gut singen und tolle Songs schreibt er auch noch mit The Edge. Was mich aber am meisten erstaunte ist, dass diese Kapelle immer noch Spass am musizieren hat
(beobachtet beim Auftritt bei “TV-Total”). Grosses Kompliment fuer dieses (fast) Meisterwerk.
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Hateclub - Last Pain Is Pleasure
Old-School-Hardcore, Rathen-Hardcore, Agrarcore... Wie
auch immer: “Saenger” Ozzy grunzt und schreit sich die Seele aus dem Leib, Schirra flitzt mit den Fingern ueber die Saiten, ebenso wie Schtrieme und Otti haut auf den Putz. Eine Platte die eine knappe
halbe Stunde Spass macht - und dann ist sie auch schon vorbei. 17 Songs im Eineinhalbminutentakt. Uff...
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Sufjan Stevens - Come On Feel The Illinoise
Neo-Folk, Psycho-Pop - von Neil Young-Anleihen bis zum
Bombast von Arcade Fire. Streicher, Trompeten, Banjo, Akkordeon, Floeten - manchmal einzeln, manchmal alles in einem Lied vereint. Dazu eine zarte, zerbrechliche, oft traurig klingende Stimme, hin und
wieder im Refrain von einem Chor
unterstuetzt. 22 Songs, von denen 9 instrumental und einmal nur 6 Sekunden kurz sind. Nach “Michigan” die zweite Etappe auf dem langen Weg, alle (!) 50 Bundesstatten der USA zu “vertonen”. Da freu’ ich mich schon auf die naechsten 48 Alben.
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Art Brut - Bang Bang Rock & Roll
Art brut [ar brüt; fr.] der; - -: (von dem
franz. Maler Jean Dubuffet eingefuehrte Bez. fuer die) Kunzt (hihi) von Geisteskranken. So steht’s im Duden. Soll aber auch “rohe Kunst” heissen, Werke von Kuenstlern, die mit der Absicht entstehen, sie
nicht kategorisieren zu können. Is’ ja schonmal originell. Die Musik, die diese fuenfkoepfige Band aus London (Deutsche an Drum und Bass) spielt, ist dies nicht uneingeschraenkt. Die bewegt sich eher in
die Richtung “Bloc Party” - was durchaus ein Qualitaetsmerkmal ist. Aber die Texte und der “Gesang” sind aussergewoehnlich. Noch nie (!) habe ich mich ueber englischsprachige Texte so amuesiert, weil sie
mit so viel Witz geschrieben sind. Ueber die Gruendung der Band, den Bruder der gerade den Rock’n’Roll fuer sich entdeckt, die erste Liebe die nie verwunden wurde, Erektionsprobleme mit Anfang 20,
Auseinandersetzungen in Bars oder die Wochenenderoberung die er (Saenger Eddie Argos) gleich doppelt sieht, weil er so strunzbesoffen ist. Das alles mit einer Art Sprechgesang die an Mike Skinner (The
Streets) erinnert. Danke, fuer so eine erfrischende Debut-Platte, die jetzt schon die des Jahres ist!!!
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The Duke Spirit - Cuts Across The Land
Rule Britania! Die naechste Platte von der Insel bewegt
sich irgendwo zwischen Black Rebel Motorcycle Club, Sonic Youth und PJ Harvey. Hypnotisierender Roggenroll mit einzelnen Verschnauffpausen. Diese Debut-Platte wurde zum Teil von Flood produziert, der z.
B. auch schon Nick Cave und U2 unter die Arme griff. Saengerin Liela Moss sieht zwar aus wie Blondie, klingt aber nicht so. Geht gutt ab, die Scheibe...
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Death Cab For Cutie - Plans
Die vierte LP der Band aus dem Staate Washington.
Wieder grossartig, obwohl die Produktion etwas glatt daher kommt. Die Songs sind eingaengiger, die Charts rufen. Saenger und Kopf der Band, Benjamin Gibbard, hat mittlerweile auch schon eine Soloplatte
veroeffentlicht und eine Platte mit dem Sideprojekt Postal Service, bei dem auch Keyborder Chris Walla mitmischte. Alles denjenigen zu empfehlen, die auf harmonischen Slow-Mo-Pop stehen, der einem sowohl
die ein oder andere Traene als auch ein Laecheln auf’s Antlitz zaubern kann.
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dDEUS - Pocket Revolution
6 Jahre lang gab’s nix Neues von Deus. Das hing wohl
auch damit zusammen, dass Mastermind Tom Barman in dieser Zeit einen Film gedreht hat, als DJ Platten auflegte, mit Guy van Nueten einige Akustik-Sets gespielt und dies auf CD gebannt hat und mit einem
neuen Projekt (Magnus) herumexperimentierte. Hoert man die neue Scheibe, meint man aber, die Zeit sei stehen geblieben. Deus hoert sich noch genauso an wie ehedem. Unheimliche, atmosphaerische Hooks
treffen auf eruptive Breaks, dass einem die Muschel zittert. Insgesamt wird wieder mehr gerockt - wie seinerzeit auf der Debut-LP. Aber nicht ganz so crazy.
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