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Der fetteste Popsound, den man sich zu der Zeit vorstellen konnte und mit “Sledgehammer” einen Hit für die Ewigkeit. Mag er auch mit
Genesis bessere Platten gemacht haben, mag auch die erste Soloplatte besser sein - im Bereich Pop wurde in den 80ern diese Messlatte nicht mehr erreicht, geschweige denn überschritten. Ausserdem sind
noch “Big Time” und das sülzige “Don’t Give Up” als Single veröffentlicht worden. Mitwirkende waren u. a.: Manu Katche (dr), Nile Rodgers (g), Laurie Anderson (voc), Kate Bush (voc), Steward Copeland
(dr), Toni Levin (b), Jim Kerr (voc), Youssou N’dour (voc), Ravi Shankar (violin) und Daniel Lanois (git), der auch mitproduzierte.
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Ja, ja... der Retter des Regenwaldes. Damals wollte er noch die Popmusik retten, mit einer Melange aus Rock, Reggae und - selbstredend -
Jazz. War aber gekonnt.Mit Hits wie “Englishman in New York” und “Fragile”, einer Cover-Version von Hendrix’ “Little Wing”, politischen Statements wie “They Dance Alone” und einer Palette exellenter
Musiker: Manu Katche,Branford Marsalis, Gil Evens, Andy Summers (!), Mark Knopfer, Eric Clapton und Ruben Blades.Und wie es sich für einen anspruchsvollen Musikanten gehört, war “Nothing Like The Sun”
auch noch ‘ne Doppel-LP.
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Wer erinnert sich noch an das Nelson Mandela Konzert? Als da in einer Umbaupause, eigentlich neben der Bühne stehend, ein kleines Mädchen
“Talkin’ Bout A Revolution” sang. Die halbe Welt lief am nächsten Montag in den Plattenladen und fragte nach dieser Scheibe, die es zu der Zeit in Deutschland noch gar nicht zu kaufen gab.Die Stimme der
23-jährigen haute damals jeden um und die Musik war ein willkommener Kontrast zur lauten und grellen Popmusik der 80er: sparsam, akustisch intrumentiert und eine Sängerin, die etwas zu erzählen hatte.
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Hui, in Radlerhosen und mit nacktem Oberkörper, so sprintete Joe Bowie damals über die Bühne. Sexy, Baby! Mit seinem Gebläse wusste er
mehr zu überzeugen. Die Mischung aus Funk, Jazz und Rock ging voll in die Beine. Bowie konnte nicht nur Blasen, er hatte auch ‘ne supercoole Stimme. Auch die Band war allererste Kajüte. Ich werde nie
vergessen, wie die Bassistin bei einem Konzert einen Finger der linken Hand wegen einer Verletzung verbunden hatte und mit ihrem Spiel trotzdem jeden anderen Basser in den Sack gesteckt hätte.
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Verhuschte Irin, Blasphemistin, Glatzbirne und bloss nicht mit dem Establishment arrangieren - das waren ihre Attribute. Später hat sie
dann den Song “The Emporers New Clothes” an Mercedes verkauft, die ihn dann in einem Werbespot verwendet haben. “Nothing Compares To You” (von Prince geschrieben) trieb nicht nur Frau O’Connor (wie in
ihrem Video) das Wasser in die Augen. Mangels Alternativen gab’s in dem Jahr nicht viel besseres.
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Nach dem Hören des ersten Songs im Plattenladen, haute es mich schon aus meinen Basketball- Turnschuhen. Gänsehautfeeling und die
Gewissheit, das wird eine meiner neuen Lieblingsplatten! Selten so ein Aha-Erlebnis gehabt. Nie waren die, damals noch spärlich tätowierten Jungs aus Kalifornien, besser. Nicht davor und nicht danach.
Mittlerweile machen sie nur noch radiotauglichen Mainstream. Damals war’s innovativ und Faith No More waren die einzigen, die mithalten konnten.
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Der endgültige Durchbruch für die Mädels aus Athen in Georgia/USA. Vor allem die Videos zu “Drive”, Everybody Hurts”, “Man on the Moon”
und “Nightswimming” sorgten dafür, dass die Jugend der Welt plötzlich R.E.M. liebte. Danke nochmal an MTV! Leider wurde R.E.M. dadurch auch zur Stadionband, obwohl die Musik, die gerade auf dieser Platte
sehr akustisch und folkig war, gar nicht dafür geeignet war... sollte man meinen.
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Meine Güte! Kaum zuvor so eine Aggressivitaet auf einem Tonträger gehört. Das haute mich so dermassen von den Socken! Ein Typ, der sich
die Seele aus dem Leib schreit und ein Gitarrist, der ganz neue “Saiten” an seinem Instrument entdeckt. Unglaublich! Bis heute ist diese Platte für mich das Mass aller Dinge, was den damals so
bezeichneten Crossover angeht. Leider ist diese Wut auf den folgenden Platten immer weniger geworden. So wenig, dass sie die Band nicht mehr zusammen hielt. War ja auch etwas übertrieben und vielleicht
sogar affektiert, das zur Schau gestellte politische Engagement.
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Eigentlich ist die 91er “Check Your Head” die beste Beasties-Platte, aber damals war “Blood Sugar...” einfach noch einen Tick imposanter.
Nichtsdestotrotz zählt “Ill Communication” zum Besten, was diese drei Spinner jemals veröffentlichten. Harter Punk (“Tough Guy”), softe Instumentals (“Shambala”) und Old School-Hip Hop mit
Jazz-Einfluessen (“Root Down”). Jieppiai Yeah! Unvergessen das göttliche Video zu “Sabotage”, das im 70er-Jahre-US-Fernseh-Krimi-Stil gefilmt wurde - mit aufgeklebten Bärten und so. Ein Klassiker!
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Ach, der Jeff - leider auch schon tot. Im Missisippi (schreibt man das so) ertrunken und nie die Leiche gefunden... hmm. Mysterioes! Eine
einzige Platte hatte er bis zu diesem tragischen Ende veröffentlicht - ein Vermächtnis für die Ewigkeit (sülz). Diese verursacht mir noch heute Gänsehaut. Zum Beispiel das grandiose Cohen-Cover
“Hallelujah” oder “Dream Brother” oder “Corpus Christi Carol” oderoderoder. Schade, dass der Mann schon so früh abgenippelt ist. Einige Aufnahmen wurden dann posthum veröffentlicht. Die reichten aber
nicht ganz an die Qualität dieser Scheibe heran. Seufz + Traene zerdrück....
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Beck, der alte Gaudibursch, schoss mit diesem Album den Vogel ab. Total durchgeknallte Samples, Scratches, Hip Hop, Folk - alles drin und
von den Dust Brothers groesstenteils produziert. Auch live ein absolut grossartiges Erlebnis: der Chef im weissen Anzug mit eingenaehter Lichterkette, Blaesern und einem DJ, der mit den Scheiben
jonglierte. Gesehen auf dem Bizzare-Festival.
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Dornroeschen ist aus dem Schlaf erwacht! Dave Grohl ist ein fantastischer Saenger, Songschreiber, Gitarrist und natuerlich Trommler. Die
erste Scheibe der Foos habe ich noch verschmaeht, weil ich dachte, wie pietaetlos - kaum ist Kurt unter der Erde, geht der schon wieder in’s Studio und rockt. Aber Recht hatte er. Kurt haette es auch so
gewollt. Oder, Kurt?
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Skatende Baerte, die mit dem Rasenmaeher durch die Halfpipe flitzen - watt soll datt denn? Aber fuer Skater voellig untypisch ist diese
Platte. Sie erinnert mal an Neil Young, mal an Dylan, mal an Weezer. LoFi hiess das damals.Fuer mich ist es “Die Amrum-Platte”, weil ich sie waehrend des Jahres auf der Insel rauf- und runterspielte. Die
Stimmung auf der Platte passt auch gut zum Winter auf Amrum: trist, traurig, trueb.
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Blur’s “White Album”! Gospel, Punk, typische Blur-Nummern und Soundscapes wie ich sie nicht erwartet haette. Ganz, ganz grosse Platte von
den Jungs. Leider war es die letzte mit Graham Coxon. Die folgende Blur war zwar ganz o.k., reichte aber an diese bei weitem nicht heran.
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The Definition of Pop-Rock - Stoner-Rock fuers Volk - “Nicotin,Valium, Mariahuana, Extasy and Alcohol”, hab ich was vergessen? Wow, was
der Rest von Kyuss da hinzauberte, hat mich einfach umgehauen. Unida (der andere Rest) wird hier locker in die Tasche gesteckt. Josh Homme und Nick Olivieri waren ein kongeniales Duo. Vor allem das
hypnotische “Better Living Through Chemistry” hatte es mir angetan. Die ganze Scheibe. Allererste Kajuete!
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Mr. E’s beautiful (experimental) Blues. Eels hoerten sich, meiner Meinung nach, ja schon immer ein wenig wie Beck an, aber auf dieser
Platte kommt er Beck am naechsten. Nicht nur stimmlich, auch die Sounds und Sammples sind hervorragend. Der Blues herrscht zwar noch vor, doch die Melodien sind so... ohrwurmig. Manchmal macht Eels sogar
richtig Krach - sehr ungewoehnlich.
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Die beste Neil-Young-Platte aller Zeiten. Diesmal keine Samples, kein Hip Hop-Gescratche, nur er und seine Gitarre und ab und zu ein paar
Streicher. Ja, Beck ist nun mal mein Liebling, aber erst mit dieser Platte hat er den Abstand zu allen anderen Favoriten hergestellt. Sein Songwriting ist das Beste!!! Unvergesslich auch das Konzert, das
er alleine ohne Band im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg gab...
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Wo liegt nochmal Bristol? Was war nochmal Trip Hop? Wer war nochmal Portishead? Die Briten hatten’s gut, dort erschien “Out of Season”
schon im Herbst. Ich musste bis Januar warten. Trotzdem “Die Herbst-Platte”. Zusammen mit Paul Webb (Ex-Talk Talk) dauerte dieses Projekt ueber mehrere Jahre bis zur Erscheinung. Bläser, Streicher und
Piano herrschen vor und diese eindringliche, verletzliche Stimme.
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Die Schoenheit dieser Platte eroeffnet sich einem erst nach dem vierten oder fuenften Hoeren. Die Vielschichtigkeit, die Harmonien, die
Dynamik. Dazu dieser wavige Gesang. Man glaubt es kaum, dass diese Band aus New York stammt - hoert sich “very british” an. Besonders live ein Erlebnis: Zwar nur eine Stunde, aber in dieser Zeit hat sich
die Band voellig verausgabt und man selbst ist auch erschoepft von der Wucht, die einem entgegenschlaegt.
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Fuer mich auch die Ueberraschung des Jahres. Nachdem alle Bands aus Good Old England auf den immer schneller rasenden Zug namens Ferdi
Franz, oder so, aufzuspringen schienen, bohrten sich die Parolen “Art Brut - Top of the Pops”, “Look at us, we formed a Band”, “I’ve seen her naked, twice!” oder “Stay of the Crack” und “Boys don’t move,
they just don’t know how.” in die Gehirnwindungen. Ich koennte mit den Zitaten endlos weitermachen, denn seit meiner Jugend habe ich mir nicht mehr so gut die Texte merken koennen, wie bei dieser Platte.
Und fast genauso lange hat mich keine Platte so zum Lachen gebracht. Beim Konzert war es entsprechend: Extatisch!
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Leidenschaft ist das Stichwort. Der Gesang, die Instumentierung, die Texte - alles leidenschaftlich. Nicht pompoes, zum Glueck, aber auch
nicht kammermusikalisch. Ein leicht verstimmtes Klavier vermittelt Authentizität, der leicht herausgepresste Gesang vermittelt Schmerz und man leidet mit. Schluchz! Taschentuecher raus und/oder “Let’s
get drunk and forget ourselves” - DAS Zitat dieser Platte.
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